Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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24 eine Kinderſtube eingeſperrt zu werden! Ich nehme ſie mit nach London, Mama; wenn Herr Berkeley im Parla⸗ mente ſitzt, bin ich ja ganz allein, und wüßte nicht, was ich ohne ſie anfangen ſollte. Sie iſt mir dort durchaus nothwendig. Lady Carew war nach einiger Ueberle⸗ gung derſelben Meinung, und von meiner Seite wurde natürlich keine Einwendung gemacht. So blieb es denn dabei, daß ich nach den Flitterwochen, die das Paar in den ſchottiſchen Hochlanden zubringen wollte, von dieſem auf der Rückreiſe abgeholt und mit in die Hauptſtadt genommen werde.

So weit war mein Loos alſo geworfen; und, dem Scheine nach, glücklich geworfen. Aber leider war es nur Schein! Was ſich mir bot, war wieder nur eine glänzende Sklaverei in anderer Umgebung und unter an⸗ dern Farben; weiter konnte ſich mir in ſolcher Stellung nie etwas bieten.

Wir fuhren in Lonpon ein, dem großen ſtattlichen Lon⸗ don, das ich jetzt zum zweiten Male und unter ſo veränderten Umſtänden betrat. Eil großes Haus in Hyde Park Gardens nahm uns auf, eine zählreiche Dienerſchaft empfing uns, eine glänzende Equipags war für die junge Herrin in Bereitſchaft, die ſich mit ſtolzer Zufriedenheit in ihrer neuen Stellung einer Gebieterin erblickte. Gleich am nächſten Tage eilte ich zu meiner alten Freundin, Frau Loy. Dieſe empfing mich auf das herzlichſte, freute ſich meines guten Ausſehens und war unerſchöpflich in ihren Ansrufungen über mein Glück. Sie täuſchte ſich durch den Schein deſſelben. Sie ſah

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