Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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17 manche Nacht in beredten Darſtellungen Deſſen, was ſie uns bringen könnte.

Der langerſehnte Tag rückte heran. Beſſie's Ge⸗ burtstag ſollte der Welt ihre Eriſtenz bekannt machen und den Freunden und Angehörigen der Familie das neue Mitglied derſelben zuführen. Der Sitte des Landes ge⸗ mäß war ſie bis dahin verſteckt gehalten, und erſchien nun, cein Fremdling unter Verwandten, deren keiner ihr die Kinderthorheiten vorhalten konnte.

Die zehnte Stunde nahte, die Muſikanten ſtrichen ihre Inſtrumente, und wir traten in den Saal, der An⸗ kunft der Gäſte entgegenſehend. Beſſie ſah wie ein Cherub aus, in ihrem ſchneeigen Kreppkleide, das ge⸗ ſchmackvoll weiße Roſenknospen zierten, während das reiche braune Haar ein goldenes Netz hielt, von dem zwei kleine goldene Quaſten auf dem einen Ohre herabhingen. In der Hand hielt ſie ein großes Bouquet der ſchönſten duf⸗ tenden Blumen, die der Gärtner mit beſonderm Stolze zu dem heutigen Tage für ſie aufgezogen hatte. Ihre Grübchen ſpielten tief vor Freude und Luſt und ihre

Wangen brannten in hoher Jugendfriſche. Lord Carew

betrachtete ſie mit dem zufriedenen Stolze eines Vaters, und forderte ſie neckend zur erſten Quadrille auf, eine Ehre, die ſie mit geziemendem Uebermuthe zurückwies. Lady Carew war indeſſen noch mit ſorgender Miene um manche Anordnungen bemüht, und ſetzte ihren Befehlen erſt dann ein Ziel, als das Fahren des erſten Wagens hörbar wurde. Nun begab ſie ſich mit Gemahl und Toch⸗ l. 2