Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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ter an den Eingang des Vorzimmers, um dort jedem Ankommenden die Hand zum Willkommen entgegen zu halten. Sie ſah dabei ſehr ſtattlich aus. Auf ihrem Kopfe wiegten ſich hohe weiße Federn, von einer Dia⸗ mantagraffe gehalten, und Hals und Arme bedeckte der reiche Familienſchmuck, der zu dieſem Ehrentage aus ſei nem Verwahrſam hervorgeholt worden war. Rechnet man dazu die breiten Spitzen von Point d'Alengon, die auf ihrem ſchweren Moireekleide thronten, und für deren Schönheit ich als Franzöſin ganz beſonders empfindlich war, ſo mußte die ganze Erſcheinung ſich auf ein Capi⸗ tal belaufen, für das man ein kleines Landgut hätte er⸗ ſtehen können. Ich hatte, außer auf dem Theater, nie etwas ſo Prächtiges geſehen und konnte meine Augen gar nicht von ihr abziehen.

Für meine eigene Toilette war aber auch geſorgt worden, und Beſſie verſicherte mich ohne Aufhören, daß ich ganz allerliebſt ausſehe. Lady Carew hatte mich mit einem roſa-ſeidenen Kleide beſchenkt, das ſchönſte, das ich noch je beſeſſen, und in welchem ich mir ſelbſt ungemein ele⸗ gant vorkam. Ich glaube wol, daß ich recht niedlich ausſah.

Gaſt auf Gaſt fand ſich jetzt ein. Ich ſtand ſeit⸗ wärts neben den Damen des Hauſes, und hörte jedes Eintretenden Namen ausrufen, worauf ich ihn muſterte,

inwiefern ſein Erſcheinen ſeiner Benennung entſpräche.

Jetzt begann die Muſik. Die Tochter des Hauſes prä⸗ ſidirte bei der erſten Quadrille und Paar nach Paar ſolgte ihr in bunter Reihe.

Ich hatte nie einem Balle

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