Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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Der Glanz des Hauſes, die von Silber ſtrotzende Tafel, die Menge der Diener imponirten mir anfangs. Nach wenigen Wochen aber war mir das Alles ſchon zur Gewohnheit geworden, und ich achtete der äußern Vor⸗ theile meiner Lage bereits nicht mehr. So bald gewöhnt der Menſch ſich an das Glück! Und wie langſam an das Entbehren!

Der Winter kam, er brachte uns Regen und Stürme, und ſtille Tage und noch ſtillere Abende; aber unſer ju⸗ gendlicher Sinn wußte dem Allen ſeinen Roſenmantel um⸗ zuhängen und tauſend Thorheiten zu erſinnen, die wir in der Einbildung ausführten, als wären ſie eine Wirklich⸗ keit geweſen. Lady Carew bekümmerte ſich wenig um uns. Wir hatten unſer eigenes Wohnzimmer, wo wir uns während des Tages aufhielten, und wenn ſie ſich durch einen Blick, eine Nachfrage überzeugt, daß wir mit Muſik oder Lectüre beſchäftigt geweſen, ſo zog ſie ſich in ihr Boudoir zurück und verbrachte dort ihre Zeit.

Mit dem Frühling ſollte Beſſie in die Welt treten. Mit ſiebzehn Jahren erwartet man noch gar Vieles von einer ſolchen Begebenheit, und ich bekenne gern, daß ich dieſe Erwartungen in großem Maße theilte. Ich hatte ja ſelbſt noch ſo wenig vom Leben geſehen, kannte kaum mehr als die Scenen der Kinder- und Schulſtube, und erwartete hinter dem Vorhange, der mir das Theater der Welt verbarg, eine ganze Folgereihe von Freude, Glück und Genuß. Wir Beide redeten nur von der Zukunft, träumten nur von der Zukunft und verplauderten gar

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