Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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Schelle ertönte, und die gepuderten Diener flogen herbei: der Schlag öffnete ſich und Beſſie lief die Stufen hin⸗ auf in die Arme ihrer Mutter, die eben in der Halle ſichtbar wurde.

Ich folgte langſam.

Lady Carew trat, mich gewahrend, einen Schritt vor, und bot mir zum Willkommen die Hand. Sie begrüßte mich freundlich, aber ſteif und kalt. Beſſie's Auge hing an dem Geſichte ihrer Mutter, als forſche ſie nach dem Eindrucke, den mein Erſcheinen auf dieſelbe hervorbringe, aber Alles blieb dort unverändert. Sichtlich enttäuſcht ließ ſie den Blick dann, wie verſtimmt, ſinken.

Bei Tiſche wurde ich auch Lord Carew vorgeſtellt. ieſe war herzlicher und lange nicht ſo förmlich, und muſterte mich mit großer Aufmerkſamkeit. Ich hatte, auf Beſſie's Wunſch, eines meiner hübſcheſten Kleider, das ich ſonſt nur bei kleinen Tanzpartien trug, angelegt, das mir recht niedlich ſtand, glaube ich. Obgleich ſchon neun⸗ zehn Jahre alt, ſah ich doch noch wie ein halbes Kind us, ſo klein war ich von Geſtalt, ſo zierlich gebaut! Mein reiches ſchwarzes Haar war heute von der Kam⸗ merjungfer beſonders ſchön geflochten und wie eine Krone um meinen Kopf gewunden, ſodaß ich, vor den Spiegel tretend, mich ſelbſt über den glücklichen Effect verwunderte. An meiner Bruſt war ein Bouquet von friſchen Blumen befeſtigt, die mir Beſſie ſelbſt gebracht, und die meinen einzigen Schmuck ausmachten. So gekleidet trat ich an ihrer Hand in das Zimmer