Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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Sprache mächtig zu werden. Ich war zu Allem bereit. Die Thränen, die bei meinem Abſchiede von den heimat⸗ lichen Räumen den Jugendgeſpielen und meinen gütigen Pflegeältern floſſen, waren ſchnell getrocknet, ſobald ein neuer Boden, eine neue Umgebung und andere Scenen und Menſchen vor meinen Blick traten. Ich erreichte das große London, das eben im erſten Maigrün prangte, ſah den Wald ſeiner Schiffe, ſeine belebten Brücken, die ge ſchäftige Menge an den Ufern der königlichen Themſe; und beſtieg dann fröhlich den Wagen, der mich nach Ful ham, einer der Vorſtädte, in der mein künftiger Aufent⸗ halt lag, abführen ſollte.

Vor einem Thore, auf dem in großen Buchſtaben Grove⸗Lodge zu leſen ſtand, hielt der Wagen an; der Kutſcher ſtieg ab, zog eine Klingel, und die Flügel öff⸗ neten ſich, um uns in einen hübſchen Garten einfahren zu laſſen, in deſſen Mitte ein ſtattliches Haus ſtand, vor deſſen Thüre wir vorfuhren. Eine Dame trat aus dem⸗ ſelben und hieß mich willkommen. Miſtreß Loy war die

Vorſteherin einer Penſion für junge Damen aus höhern

Ständen und erwartete mich, um mich denſelben als Ge⸗ ſellſchafterin vorzuſtellen, mit der ſie ſich im Franzöſiſchen üben ſollten. Ich war mit den meiſten gleichen Alters und wir wurden daher bald die beſten Gefährtinnen. Miſtreß Loy war eine freundliche Dame von mittle⸗ ren Jahren, die mich ſehr gütig behandelte. Sie hatte ſich dieſen beſchwerlichen Pflichten unterzogen, um Gatten und Kinder zu erhalten, und fand den Lohn ihrer Auf⸗