über allen Ausdruck verpflichtet ich mich Ihnen fühle. Nehmen Sie die Gabe in dieſem Geiſte auf und ſchen⸗ ten Sie der Schreiberin mitunter einen Augenblick der Theilnahme und des Bedauerns.“
„Ich war noch ſehr jung, als ich den engliſchen Bo— den betrat. Ich zählte kaum ſechzehn Jahre. Mein Va⸗
ter hatte in der Nachbarſchaft von Paris gelebt, wo er
ein kleines Landhaus beſaß. Er ſtarb, als ich noch kaum lallen konnte, und meine Mutter war ihm wenige Jahre darauf nachgefolgt. Freunde meiner Aeltern hatten die
kleine Waiſe dann bei ſich aufgenommen und ſie mit ih⸗
ren Kindern erziehen laſſen. Unter ihrem Dache waren die Jahre ungetrübt an mir vorübergezogen, und ſelbſt die Liebe und Sorge einer Mutter, die ſonſt nichts erſetzen kann, war hier nicht von mir vermißt worden. Ich war jetzt herangewachſen, meine Erziehung war vollendet, und mein kleines Capital verzehrt. Meine Zukunft wurde nun in meine eigene Hand gelegt, und ſelbſtändig ſollte ich die Zügel meines Lebens faſſen und mein Loos werfen.“ „Die ganze Welt lachte mir. Wohin ich blickte, ſchien mir Alles ein roſiger Pfad, auf dem die Menſchen mir in Liebe und Freundſchaft entgegenkämen. Ich hatte Ver⸗ trauen, ich hatte Glauben, und ein Herz voll muthiger Hoffnungen, das auf Schickſal, Zufall und Glück rechnete. Was Sorge war, wußte ich noch nicht; den Kummer kannte ich nur dem Namen nach; und kein Bangen vor der Zukunft fand in meinem Herzen Eingang.“ „Man rieth mir, nach England zu gehen, um dort der


