Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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ſolange man ſich in ſeinen Mittelpunkt geſchleudert ſieht. Sollte der Himmel uns Beiden eines Tages eine wüſte Inſel beſcheren, dann wollen wir dort alle die Rechte ein⸗ führen, die hier zu Unrechten geworden ſind; beſonders ſo⸗ lange wir uns dort allein befinden. Denn für unſere Kinder ſtehe ich ſchon nicht mehr ein und für unſere En⸗ kel nun erſt gar nicht. Der Menſch bleibt Menſch. Sie ſind kein Utopiſt, ich weiß es, ſagte ich.Nun rathen Sie mir aber, was ich mit dieſem unglücklichen Mädchen anfangen ſoll?

Welche Anſprüche hat ſie denn an Sie, daß Sie ihr helfen müſſen?

Anſprüche? Keine als die der Menſchenpflicht.

Menſchenpflicht! Das iſt ein weites Wort, lieber Freund. Dieſe kosmopolitiſche Romantik müſſen Sie ſich vergehen laſſen. Wollte man allen Menſchen helfen, die der Hülfe bedürfen, ſo würde man an ſeiner Unmacht ver⸗ zweifeln, und vor allen Dingen ſich ſelbſt nicht ernſtlich zu helfen vermögen.

Ganz gut. Ich erkenne das Vernünftige Ihres Grundſatzes an; obgleich es eine verdammt kalte Doctrin iſt, die Sie predigen. Kein Heide könnte Ihnen darin nachſtehen. Da der Zufall mir aber dieſes Mädchen in meinen Weg geführt hat, ſo kann ich ſie unmöglich rath⸗ und hülflos umkommen laſſen. Das müſſen Sie doch zugeſtehen.

So leicht kommt man nicht um, beſter Doctor. Und hätte ſie Sie nun nicht gekannt? Da hätte ſie