Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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die Sache vor. Er hörte mir mit der Ruhe eines Ge⸗ ſchäftsmannes zu, den keine menſchliche Empfindung in ſolchen Angelegenheiten überſchleicht und beſticht.

Hatte Miß Neyr eine ſchriftliche Vereinbarung mit Lady Almeima Sunbeam getroffen? fragte er bedäch⸗ tig, als ich zu Ende geſprochen.Kann ſie ſchriftlich beweiſen, daß eine dreimonatliche Kündigung feſtgeſtellt worden iſt? Und ſelbſt dann! Die kleine Summe würde doch nur eine ſchwache Entſchädigung gegen den Nachtheil bieten, den dieſes öffentliche Auftreten ihr zuzöge. Ich glaube nicht, daß irgend eine Familie ſie dann noch aufnähme. ſagte er bedenklich.

Aber dies ſchreiende Unrecht! Das ſollte doch billiger weiſe nicht ungeſtraft verübt werden, verſetzte ich unwillig.

Ganz recht, lieber Freund! Lady Almeima verdient an den Pranger geſtellt zu werden, ich ſtimme Ihnen darin vollkommen bei. Sie haben aber daneben ſchon ſo viel Welterfahrung zu wiſſen, daß der Arme, wenn er den Reichen ſtrafen will, meiſtens zu kurz kommt! Miß Neyr müßte denn England verlaſſen wollen; ſonſt würde ich ihr zu einem ſolchen Schritte nicht rathen.

Wozu dienen denn Ihre Geſetze, wenn ſie Den nicht ſchützen können, der des Schutzes bedarf, ſchalt ich ärger lich.Ich möchte wahrhaftig kein Rechtsanwalt ſein, wenn ich als ſolcher nur das Unrecht befördern ſollte.

Er lachte.Der Arzt kann auch nicht alle Krank⸗ heiten heilen, ſagte er dann bedeutſam;man muß ſich

alſo ſchon darein ergeben mit dem Strome zu ſchwimmen,