meine Glieder alle wie in Krämpfen zitterten. Es war ein ſchrecklicher Zuſtand!— Der gute alte Gärtner ſtand mit gefalteten Händen vor mir und wußte nicht, wie er mir helfen ſollte. Endlich holte er kaltes Waſſer herbei, gab mir davon zu trinken, und bedeckte meinen Kopf mit einem naſſen Tuche. Ich wurde ruhiger; aber ein eiſiges Fröſteln jagte nun durch meine Glieder, und unfähig mich zu erwärmen, bat ich ihn, mich in mein Zimmer zu tra⸗ gen, auf mein Bett zu legen und mit wärmenden Sachen zu bedecken. Zu Ihnen zu ſenden war mir nicht möglich, weil der alte Mann mich nicht gut verlaſſen konnte.— Heute aber trug er mich hier hinunter, und eilte dann mit meinem Zettelchen fort.— Rathen Sie mir jetzt! Hel⸗ fen Sie mir!“
Ich ſaß tief bewegt ihr gegenüber.— Was ſollte ich ihr erwidern?— Daß ich weder Rath noch Hülfe wußte? — Nein.
Ich ſprang raſch auf.—„Ich muß mich mit einem Freunde über die Sache beſprechen“, ſagte ich;„in einer Stunde bin ich wieder hier.“ Damit war ich zur Thüre hinaus.
Ich eilte durch den Park; aber ich ſah nichts, und hätte die Menſchen umrennen können, wären ſie mir nicht ausgewichen. Es brauſte in mir wie Meeresfluten, die über eine Klippe zuſammenſchlagen, und dieſe hieß die menſchliche Gerechtigkeit.
Bald ſtand ich vor der Thüre eines engliſchen Advo⸗ caten, der mir perſönlich befreundet war, und legte dieſem


