206 einem zehrenden Uebel, und weiß nicht, wie ich hergeſtellt der werden ſoll. Der Arzt hofft viel für mich von größerer fönn Ruhe und einer weniger anſtrengenden Stellung, und dank dringt darauf, daß ich einen andern Aufenthalt ſuche. Ich ſo ti kann Ihnen nicht ſagen, wie ungern ich mich dazu ent⸗ leich
ſchließe!— Ich habe die Kinder lieb und fühle mich zu⸗ ſch frieden in dieſer Sorge für deren Wohl.— Hoffentlich hral wird es Ihnen aber gelingen, eine recht gute Wahl zu treffen, ſodaß ſie mich nicht entbehren.“ proe
„Ich ſchwieg.— Lady Almeima's Auge haftete auf mir hätt mit einem tödtenden Blicke.“
Ich weiß nicht, was alle die ſchönen Worte mir ſol— gen len*, ſagte ſie ſpöttiſch.„Wenn Ihnen irgend an mei⸗ inde nen Kindern läge, oder Sie den geringſten Antheil an Kin dem Wohle derſelben nähmen; ſo würden Sie ſie nicht Mö
verlaſſen. Sie ſtürzen mich dadurch in eine Verlegenheit, die ſich kaum beſchreiben läßt. Aber Ihnen gleichviel!
Der junge Menſch hat Ihnen vorgeſchwatzt, daß dieſe fir Stellung für Sie zu angreifend iſt, und ſogleich verlaſſen Sie dieſen Ihnen von Gott zugewieſenen Poſten, um Ih⸗ Ni rem Vergnügen nachzugehen, während meine armen Klei⸗ bet nen aller Aufſicht und Pflege entbehren.“ eir (Es bleiben Ihnen ja aber drei Monate Zeit, My⸗ ſch ladyv, verſetzte ich mit vor innerm Weinen zitternder Stimme, ein denen es Ihnen ohne Zweifel gelingen 3 wird, mich völlig zu erſetzen.“ 3
(Nun wollen Sie wol noch gar, daß ich Ihnen Lo⸗ veserhebungen machen ſoll, als wenn Sie die Einzige auf


