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„Was blieb mir übrig, als auf dieſen Vorſchlag ein⸗ zugehen?“
„Sie kennen als Arzt ſo manche Verhältniſſe, Ihnen wird daher auch das Leben in einer Schule, wo dreißig Mädchen erzogen werden, kein Geheimniß ſein. Von früh ſechs Uhr bis Abends neun Uhr hatte ich hier die Aufſicht zu führen, und mußte dabei zweimal täglich in Reih und Glied, wie ein Regiment Soldaten, das in Paaren aus⸗ geht, lange Spaziergänge machen, an die ich durch meine Erziehung in Frankreich, wo dieſes Syſtem nicht herrſcht, keineswegs gewöhnt worden war.“
„Man erträgt in dieſem Alter aber noch Vieles, und ſo war ich denn auch im Stande, trotz meines ſchwachen Körperbaues, zwei Jahre lang dieſe für mich harten Pflich⸗ ten zu erfüllen. Nach Verlauf dieſer Zeit aber wollte es nicht mehr gehen, und die Vorſteherin, die ſehr zufrieden mit mir war, und meinen guten Willen im Kampfe mit der Unmöglichkeit erkannte, bot mir dann ſelbſt an, mir eine Stellung in einer Familie zu ſuchen, wo ich körper⸗ lich und geiſtig weniger angeſtrengt ſein würde.“
„Sie hielt ihr Wort. Ich wurde Miſtreß Gale vor⸗ geſtellt, und von ihr mit einem Gchalte von 50 Pfund für ihre beiden kleinen Töchter von fünf und ſieben Jah⸗ ren engagirt. Das war nun im Vergleich mit meinem vorigen Leben ein Kinderſpiel.— Und dennoch war auch das ermüdend. Zwei Jahre verſtrichen mir dort. Die Familie beabſichtigte nun nach deim Continente zu gehen, wohin ſie mich nicht mitnehmen konnte und wollte.—
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