Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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Rechenſchaft abzulegen, hatte dieſer noch am ſelben Abend ein Schiff beſtiegen und war abgeſegelt. Haus und Möbeln, die er zurückgelaſſen, waren von keinem großen Werthe. Herr Brown hatte jedoch Beſchlag dar⸗ auf gelegt, um dieſelben, nach abgelaufener Friſt, für mich zu veräußern. Ich beſtimmte den Ertrag für meine alte Bonne, die dort krank lag und bald, ach! für mich leider nur zu bald, ihr einfaches Begräbniß davon beſtrei⸗ ten ließ.

Mein ſiebenzehnter Geburtstag war indeſſen herbei⸗ geeilt. Er brachte weder einen ſchwarzumränderten noch einen weißen Brief aus der Heimat, und erlaubte meinen Gefährtinnen keine Feier mehr, deren Koſten ich beſtreiten ſollte. Ich war jetzt arm, ganz arm, war dabei heimat los, und ſtand ſo allein und verlaſſen im Leben da, wie wol wenige Mädchen meines Alters. Es iſt ein eige⸗ nes Gefühl, ſich ſo ganz ohne menſchliche Beziehungen zu wiſſen, daß Sie mir wol ſchwerlich nachempfinden kön⸗ nen! Ein Mann nimmt das ſchon anders auf. Ihm kann es eine Bedingung der Freiheit ſein. Was ſoll einem Mädchen aber die Freiheit?

Wir hatten in London weitläufige Verwandte, Vet⸗ tern im zehnten Grade, oder ſo etwas, die aber doch mei⸗ nen Namen trugen. Ich verſchaffte mir die Adreſſe der⸗ ſelben, ſchrieb an ſie und ſchilderte ihnen meine Lage. Sie antworteten mir in einem unfrankirten Briefe: daß eine Bekannte von ihnen mich in ihrer Schule mit einem Ge⸗ halte von dreißig Pfund anſtellen wolle.

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