Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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Brief zu ſchreiben.— Die Vorſteherin dictirte mir den⸗ ſelben.“

„Wieder vergingen ein paar Jahre. Da erhielt Ma⸗ dame Binet von fremder Hand die Nachricht, daß ſie mich auf den Verluſt meiner Mutter vorzubereiten habe, die hoffnungslos an einem hitzigen Fieber daniederliege;— und bald darauf lief von meinem Stiefvater ſelbſt ein Schreiben ein, das ihren Tod verkündigte und der Vor⸗ ſteherin meldete: daß meine Erziehung nun als beendigt zu betrachten ſei und ich in die Heimat zurückkehren könne, wo ich unter ſeinem Dache eine Zuflucht finden würde.“

„Die gute Dame hatte mich während der acht Jahre meines Aufenthalts lieb gewonnen und empfand das In⸗ tereſſe einer Mutter für mich. Sie wollte mich um kei⸗ nen Preis in ein mir jetzt ganz fremdes Land zurückkeh⸗ ren laſſen, wo meiner Niemand wartete als ein Stief⸗ vater, der mir auch ganz fremd war, und in deſſem Hauſe ich ſchicklicherweiſe nicht einmal allein mit ihm leben konnte. Ich ſollte bei ihr bleiben, ſolange ich wollte. Sie war aber bejahrt und nicht reich, und wünſchte daher, um meine Zukunft zu ſichern, mir das von meinen Aeltern nachgelaſſene Vermögen zu verſchaffen. Sie ſchrieb des⸗ halb an meinen Stiefvater. Seine Antwort lautete: es ſei nichts da geblieben. Das ſchien indeſſen unglaublich! Mein Vater war ein betriebſamer Mann geweſen und hatte vielen liegenden Grundbeſitz beſeſſen.“

„Meine alte Bonne erbot ſich nun die Reiſe zu unter⸗ nehmen, und ſich dort an Ort und Stelle nach der Lage

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