Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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„Ich ſtehe ganz allein in der Welt, habe weder Ael⸗ tern noch Geſchwiſter und beſitze keinen Pfennig im Ver⸗ mögen. In meinem achten Jahre ſchon wurde ich von Columbia, wo mein Vater Plantagen beſaß, in eine Schule nach der Bretagne geſchickt, wo ich erzogen wer⸗ den ſollte; denn außerdem, daß es an Lehrern fehlte, wollte mir auch das heiße Klima meines Geburtslandes nicht zuſagen, und der Arzt meinte, daß ich nur durch ſchnelle Entfernung von dort dem Leben erhalten werden könnte. Meine Aeltern waren Engländer. Mein Vater dachte nur an ſeine Geſchäfte und bekümmerte ſich wenig um das kleine Mädchen, und meine Mutter— ich weiß nicht weshalb— ſchien keine Freude an mir zu haben. Sie hielt eine gute Bonne, die achtſam auf mich war, und ließ es mir auch ſonſt an nichts fehlen— als an der Zärtlichkeit einer Mutter.— Es iſt freilich wahr, ich war ein wildes, ungeſtümes Kind!— Ich warf mich an ihren Hals und hielt ſie feſt zum Erdrücken. Daneben kam ich ſtets ſchmutzig und zerriſſen nach Hauſe, und ich entſinne mich lebhaft, wie misfällig ihr dies zu ſein pflegte.“

„Mein Scheiden aus dem väterlichen Hauſe glich da⸗ her keinesweges einer ſchmerzlichen Trennung zwiſchen Altern und Kind. Meine blonde Mutter ſtand unter dem Portal des Hauſes und küßte ſanft ihre für die Reiſe wohlgekleidete Tochter, mein Vater hob mich in den Wa⸗ gen und ſtieg dann ſelbſt nach, die Bonne nahm auf dem Rückſitze Platz, der Hund, mein langjähriger Spielgefährte, ſprang bellend an den Rädern hinauf, die hohen Platanen

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