Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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14 ſie einen theuern Sarg, einen Leichenſtein und Trauer⸗ wagen, um ſie zu ihrer letzten Stätte zu geleiten, wo die ſtolze Patrizierin auf eine anſtändige Auferſtehung

hofft.

Es ſind nicht unſere Tugenden, es ſind unſere Leiden⸗ ſchaften, die uns durch das Leben tragen und unſern Weg beſtimmen. Für die Weiber ſind Eitelkeit und Eifer⸗ ſucht die gewöhnlichen Klippen, an denen ſie mit ihren Forderungen an das Glück Schiffbruch leiden. Mein Ta⸗ gebuch enthält eine traurige Liſte ſolcher Fälle.

Sobald eine Engländerin meine ärztliche Hülfe heiſcht, erſcheine ich ſtets mit der Vermuthung vor ihr, ein Indi— viduum zu finden, das mit der Geſellſchaft ein Hühnchen zu pflücken hat, und in ihrem Unwillen über alles Hei⸗ miſche ſogar die britiſche Arzenei verſchmäht; darum be⸗ ruft ſie dann auch einen Ausländer, vermeinend, ſie ſchlage damit der engliſchen Facultät eine kleine Wunde, die aber leider in ihrer Einbildung beſteht, wie ſo Vieles bei den Weibern; denn wer wird der Welt die große Neuigkeit verkünden?— Bei den Damen der vornehmen Geſell⸗ ſchaft iſt dieſe Vermuthung ſelten irre gegangen.

Ein intereſſanter Fall dieſer Art begegnete mir vor kurzem. Eines Tages, als ich Nachmittags in meine Wohnung zurückkehrte, fand ich ein artiges Zöfchen mei⸗

ner wartend, und mich drängend ſogleich mit zu ihrer Herrin zu eilen. Da mir aber die von ihr mitgetheilten