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rechnete, und ſie deshalb lobte und pries; doch koſtete es ihr nicht die geringſte Anſtrengung. Von Selbſtüberwin⸗ dung, Reſignation, war bei ihr keine Rede. Ihre Leiden⸗ ſchaften fanden eine genügende Beftiedigung und nun ent⸗ behrte ſie nichts mehr in der Welt.
Ihre Verehrung für Leute von hohem Stande und alter Familie war der herrſchende Zug in ihrem Weſen. Den Herzog von Wellington bewunderte ſie ſo ſehr, daß ſie immer in dem Parke vor ſeinem Hauſe ſpazieren ging, und wenn ſie ihm begegnete, aus der Ferne eine tiefe, tiefe Verneigung machte, was der alte Herr einſtmals mit Lächeln gewahrte und ſeinen Hut berührend ihr zunickte, eine Begebenheit, die ihr manche ſchlafloſe Nacht koſtete. Auch beſaß ſie ein Autograph von ihm, das ihr ein Aller⸗ heiligſtes war, und mit ihr in das Grab gelegt werden ſollte.
Für alles Königliche ſchwärmte ſie natürlich gleichfalls mit grenzenloſer Verehrung, und bie Königin von Eng⸗ land war ihr eine wahre Gottheit auf Erden. Sie mie⸗ thete ſich ein paar Zimmer, von denen aus ſie in den Garten der Königin blicken konnte, und brachte, an ihrem Fenſter ſitzend, die glücklichſten Stunden zu, beſonders wenn es ihr gelang durch die Gebüſche die Prinzen und Prinzeſſinnen zu erſpähen. Tage, wo das ſich zutrug, gehörten zu den Feſttagen ihres Lebens.
Einſt fiel es ihr ein, doch einmal noch ihre geliebte kleine Majeſtät in vollem Staate zu erblicken, wie ſie, die Krone auf dem Haupte, zur Eröffnung des Parlaments


