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Frau, in dieſem eiſernen Verfolgen eines harten Lebens⸗
pfades. Ich wünſchte ihr auf ihre Weiſe helfen zu kön⸗
nen; aber ein junger Arzt und ein Ausländer hat wenig Gelegenheit über den Unterricht junger Damen zu Rathe gezogen zu werden.
Bald nachdem ſie hergeſtellt war, ſandte ſie mir eine kleine Summe mit der Bitte dieſelbe nicht zu verſchmähen, es ſei leider Alles, was ihr die Dankbarkeit von ihrer großen Schuld gegen mich abzutragen erlaube. Ich ſtellte die Gabe zurück, mit der ſie, ſagte ich, den Landsmann und Freund in mir kränke, und ging nach einigen Tagen zu ihr, um ſie perſönlich über dieſen Punkt zu beruhigen. Sie war nicht zu Hauſe. Der Kreislauf ihrer Tage hatte wieder begonnen, und nahm ſie von früh bis ſpät in An⸗ ſpruch, und da auch meine Geſchäfte mir wenig Muße gönnten und mir den Sonntag, gleich ihr, zum nothwen⸗ digen Ruhetage machten, ſo vergingen Monate, in denen ich ſie nicht ſah. So kam denn der Auguſt heran und mit dieſem die Cholera. Bei den vielen Wanderungen, die dieſe tauſendfüßige Krankheit den Arzt machen ließ, fand ich mich eines Tages um die Mittagszeit unverſe⸗ hens in ihrer Nachbarſchaft, und da mir beifiel, daß die Zeit der Sommerferien eingetreten ſei und ſie aus ihrem Joche geſpannt habe; ſo beſchloß ich einen kleinen Umweg
bis zu ihrer Wohnung hin zu machen, und zu ſehen wie
es ihr gehe. Sie war nicht zu Hauſe.„Und“, ſetzte die Wirthin mit einigem Zögern hinzu,„wir wiſſen auch nicht, wo ſie


