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haglich werden. In alle meine Träumereien miſchte ſich das Bild dieſer verlaſſenen Fremden, und wollte nicht von meinem innern Auge weichen. Das taugt indeſſen ſchlecht für einen Arzt, der ſeinen Menſchen zu Hauſe laſſen ſollte, um daheim menſchlich froh zu ſein.
Am andern Tage fand ich meine Kranke kränker, und am dritten wieder kränker, bis wir den Höhepunkt erreicht hatten, und den Puls wieder auf ſiebenzig zu reduciren vermochten. Sobald die Gefahr vorüber war, wurde meine Patientin höchſt ungeduldig und wollte durchaus aufſtehen und ausgehen. Als Arzt war das Maß gemei⸗ ner Discretion keine Regel für mich, ich drang daher in ſie, mir die Urſache ihres ſonderbaren Benehmens zu er⸗ klären. Ohne Umſchweif geſtand ſie mir dann, daß ſie ſich ſeit mehrern Jahren hier in London vom Unterricht ernähre und durch längere Verſäumniß alle ihre Stunden einbüßen würde. Ich wußte, daß ſie verheirathet war, und wollte an ihren Gatten ſchreiben, damit er eine ihren Bedürfniſſen entſprechende Summe ſende. Sie verbot es
mir. Die arme Frau! Ihr blieb keine Hoffnung, keine
Ausſicht, kein Wunſch als der, für das bischen tägliche Brot zu ſorgen, und fehlte das, ſo mußte die Erde wieder nehmen was ſie gegeben.
Eine auf Aeußerlichkeiten berechnete Erziehung, ein hübſches Vermögen hatten ſie in der erſten Jugend einem Manne in die Arme geführt, der den ſchnödeſten Egois⸗ mus mit hohen Worten zu übertünchen wußte. Die junge Frau lernte ſeinen Göttern huldigen; Genuß des Augen⸗
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