Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Bot ihr Hotel ihr gleich noch die beſte Sicherheit, ſo war das Leben des Abbé gefährdet, ſobald ſie nicht, wie verab⸗ redet, zu ihm ſtieß, und dieſer Grund beſtimmte ſie abzu⸗ reiſen. Damit Niemand die Geſandtin einer fremden Macht verkenne, beſtellte ſie eine Berline mit ſechs Pferden, und ließ ihre Leute die Gala⸗Livree anlegen. Sie hatte ſich verrechnet. Indem ſie in dieſem Aufzug durch die Straßen fuhr, zog ſie die Aufmerkſamkeit auf ſich und die knällenden Poſtillone begegneten dem Geſchrei einer Rotte Weiber, welche einen Wagen angehalten wiſſen wollten, welcher die Schätze der Nation hinwegführte. Dieſer Lärm lockte bald eine noch größere Menge herbei, wilde Geſichter umzingelten den Wagen, man riß die Poſtillone von ihren Sitzen, und befahl Frau von Stasl, ſich in die Verſamm⸗ lung der Diſtriktsbehörde zu verfügen.

Geduldig fügte ſie ſich dieſer Weiſung.

Man klagte ſie an, Verurtheilte zu entführen, und daß ihr Paß nicht in Richtigkeit ſei. Allerdings fehlte ihr einer ihrer Bedienten, den ſie heimlich abgeſandt, dem Abbé Nachricht zu bringen. In Folge deſſen ſollte ſie ſich in das Hotel de Ville begeben, und ſich dort verantworten.

Um dahin zu gelangen, mußte ſie halb Paris durch⸗ kreuzen; nichts konnte fürchterlicher ſein. Drei Stunden brachte man auf dem Wege zu, drei fürchterlich lange Stunden, welche die arme junge Frau in der entſetzlichſten