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entgegen, mit Sorge ſeine Gattin und ſeine Tochter.— Er bangte für Frankreich, ſie bangten für ihn. Lange konnten ſie ſich nicht von einander trennen.
Als kaum die Morgenröthe heraufzog, erweckte Frau von Stasl ein Geräuſch in ihrem Zimmer; ſie fuhr empor und ſah eine ihr unbekannte Dame.„Verzeihen Sie wenn ich Sie um ein Aſyl bitte!“ ſagte ſie.„Ich bin die Grä⸗ fin Chviſeul⸗Gouffier. Meuchelmörder ſind in das Zimmer der Königin gedrungen, ſie iſt zum König geflüchtet. Man findet nirgends mehr Sicherheit.“
„Und mein Vater?“ rief Frau von Staöl aufſprin⸗ gend und ſchellte.
Herr Necker hatte ſich ſchon zum Könige begeben. Frau von Stal eilte ihm dahin nachzufolgen. Auf dem Wege vernahm ihr Ohr unten im Hofe Flintenſchüſſe und in den Gallerien berührte ihr Fuß blutige Spuren. Schaudernd wandte ſie ſich davon ab.
Im Vorſaale traf ſie die Garde du Corps, wie ſie eben mit der Nationalgarde Kokarden austauſchte, und dazu riefen:„Vive Lafayette!“
Die junge Frau ſchritt muthig mitten durch den be⸗ waffneten Männerkreis, in den zweiten Saal, wo ſie Ma⸗ dame Necker und viele Herren und Damen des Hofes fand. Eben trat auch die Königin ein. Ihr Haar war


