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unfriſirt, ihre Wangen waren marmorbleich; ihre Miene aber ſprach Würde aus. Ihr Anblick machte einen tiefen Eindruck. Auf den Ruf der Menge trat ſie auf den Bal⸗ con mit ihren Kindern, Todesverachtung in ihrem Blick; doch das gute Gefühl des Volkes ſiegte, und Jubelruf begrüßte ſie. Als ſie zurücktrat, ſagte ſie ſchluchzend zu Madame Necker:
„Man will den König und mich zwingen, nach Paris zu gehen, und die Köpfe unſerer Garde du Corps auf Lanzen geſtochen uns vorauftragen.“
Madame Necker beklagte dieſe Abſicht aufrichtig.
So wie die königliche Familie endlich Verſailles ver⸗ ließ, kehrte auch Necker mit ſeiner Frau und Tochter auf einſamen Wegen nach Paris zurück.— Alle drei ſprachen wenig. Die Sonne ſchien ſo hell vom wolkenloſen Himmel, die ganze Natur feierte, und kein Menſchenauge wollte ſich daran freuen. Im Bois de Boulogne ſpielten leiſe Lüft⸗ chen mit den erſten fallenden Blättern, und küßten koſend die Wangen der Fahrenden. Gedankenvoll ruhte das Auge Necker's auf der ruhigen Landſchaft, während ſein Ohr lauſchte, ob nicht ſchon die Stimmen der Hunderttauſende von Menſchen vernehmbar ſeien, welche ſich nach Paris zurückbegaben. Sein Herz that ihm weh. Wie ſollte dies Alles enden, fragte er ſich.—


