Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Ihr Vater befand ſich ſchon beim Könige, ihre Mutter war ihm bis in das Vorzimmer gefolgt, um ſein Schickſal zu theilen, wie es auch ausfalle.

Sie eilte Beiden nach.

Im Gemache Louis XIV. ſaß Madame Necker in einer Fenſterniſche auf einem Tabouret, während eine An⸗ zahl Höflinge umherſtanden und mit angſtvollen Mienen zu einander redeten.

Fran von Stasl ſchritt durch ihre Reihen und nahm neben ihrer Mutter Platz. Angſtvoll harrte man der kommenden Minuten, bis Lafayette erſchien und Sicher⸗ heit verſprach.Da kommt unſer Cromwell, flüſterte ein Cavalier bei ſeinem Eintritt.Der käme nicht allein, erwiederte Lafahette ruhig und trat in das Zimmer des Königs, wo er Necker, die Hände vor das Geſicht geſchla⸗ gen, in gebeugter Stellung traf. Seine Seele litt bei dem Gedanken an dieſen neuen Nothſchrei des hungrigen Volkes.

Erſt nach Mitternacht überließ man ſich der Ruhe. Durch einen verdeckten Gang gelangte man von den Zim⸗ mern des Königs in die Wohnung Necker's. Dieſen Weg ſchlugen Mutter und Tochter jetzt ein, nachdem die Garde

Lafayette's die Ausgänge beſetzt hatte. Aber welch eine Nacht verbrachte man!

Mit Grauen ſah Necker dem kommenden Morgen