Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Außer dieſen beiden Freunden ſah ſie jetzt noch den Biſchof von Autun ſehr häufig; doch konnte ſie ſich nicht rühmen, auf ihn Einfluß auszuüben. Hatte ſie ſcheinbar einen Sieg über ihn gewonnen, ſo war er ihr auch wieder unter den Händen entſchlüpft. Da er nie bei einer Sache warm wurde, ſo blieb der Vortheil ſtets auf ſeiner Seite, um ſo mehr, da Frau von Stal ſich ſelbſt in Eifer redete, und meiſtens von dem Gegenſtande, der ſie beſchäftigte, ſo hingeriſſen wurde, daß ſie ſich in einer langen Rede ausſprach, bevor ſie dem Andern zu antworten geſtattete. Dieſe Art, den Wiverſpruch zurückzuweiſen, täuſchte ſie oft über die eigentliche Anſicht des Anderen, und verhinderte ſie, durch einen gerechten Einwand ſich ſelbſt klar zu werden.

Der October war jetzt herangekommen; da meldete der Kammerdiener eines Morgens, als ſie noch mit der Lectüre der Tagesneuigkeiten beſchäftigt war: es ſei die halbe Bevölkerung von Paris auf dem Wege nach Ver⸗ ſailles, um den König um Brod zu erſuchen. Frau von Stasl erbleichte bei dieſer Nachricht. Wenn man ſich an den König wandte, würde man auch Necker nicht übergehen. Sie befahl ihren Wagen und brach augenblicklich nach Ver⸗ ſailles auf.

Die große Straße durfte ſie nicht wählen. Auf Um⸗ wegen erreichte ſie ihr Ziel, noch bevor die Menge eintraf.

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