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ihren Gatten nie geſehen, ihm dieſe Ehre und Anerkennung zollte; ſie erbleichte und brach endlich ohnmächtig zu⸗ ſammen.*— Germaine, welche beſcheiden neben ihrer Mutter ſtand, unterſtützte ſie und führte ſie hinaus.
Necker entſchuldigte den Zufall und nannte als deſſen Urſache die ſchwere Prüfung, welche ſeine Stellung der zarten Geſundheit ſeiner Gattin zugemuthet. Wie gewöhn⸗ lich ergoß er ſich zugleich in warme Ausdrücke ihres Lobes, eine Schwäche, deren er, trotz aller Spötteleien des Publi⸗ kums, ſich nie enthalten konnte.
Germaine kehrte indeſſen zu ihrem Vater zurück, be⸗ richtete, daß es ihrer Mutter beſſer gehe und bald darauf empfahl ſich der hohe Gaſt, mit dem Verſprechen, nächſtens wiederzukehren.
Necker wanderte, als er ſich mit ſeiner Tochter allein ſah, nachdenkend im Zimmer auf und ab.—„Es iſt traurig,“ brach er aus,„daß man in der Fremde ſo viel mehr geſchätzt wird, wie in dem Lande, wo man ſich eine Heimath gegründet hat, Frankreich bedarf meiner nicht, und doch kann ich Frankreich nicht den Rücken wenden.“
„Du biſt ein berühmter Mann, die ganze Welt be⸗ wundert Dich. Ich möchte geſucht, geehrt werden, wie Du es biſt.“
* Memviren der Frau von Oberkirch.


