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„Und doch wollten Sie dieſen Ruhm nicht theilen?“ fragte Germaine.
„Weil es genug Gelegenheit hier giebt, eine freie Staatsverfaſſung begründen zu helfen, und ich dafür beſſer mit meinem Kopfe, als mit meinem Degen thätig bin.“
„Sie hören alſo noch immer dieſe langen Vorleſungen bei Koch, trotz aller Feſte?“
„Ich verſäume ſie nie, und betreibe außerdem noch ſehr viele nützliche Studien. Ich leſe die deutſchen Dichter und die deutſchen Philoſpphen. Wollen Sie die Sprache nicht lernen, damit wir künftig gemeinſchaftlich dieſe Schrift⸗ ſteller leſen können?“
„Wenn es der Zeit lohnt, welche das Studium koſtet.“—
„Ohne Zweifel. Karl V. pflegte zu ſagen, der Menſch beſitze ſo viele Seelen, wie er Sprachen verſtehe, und ich begreife ihn in dieſer Rede;— denn mit dem neuen Idiom gewinnen wir auch neue Anſchauungen des Lebens und entwickeln uns um ſo vielſeitiger.“
„Wollen Sie mir einen Lehrer ſenden?“
„Mit Vergnügen!“
Eine Pauſe entſtand. Germaine ſah zerſtreut vor ſich hin und des jungen Mannes Auge ruhte während dem beobachtend auf ihr.
Jetzt fuhr ein Wagen in den Srfuun.


