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Leichtes, die ſteifen Formen des Andern durch ſein gefälliges Weſen zu beſeitigen. Außerordentlich von ihm eingenom⸗ men, drückte Necker ihm beim Abſchiede den Wunſch aus, ihn recht bald bei ſich zu ſehen.
Während Germaine nun an der Seite ihres Vaters in die immer tiefer ſich ſenkende Nacht fortſchritt, war ihr, als berührte ihr Fuß den Boden nicht mehr, ſo leicht und war ihr Sinn, ſo ahnungsvoll hob ſich ihre
ruſt.
„Wie ſchön war dieſer Tag!“ wiederholte ſie, und erzählte dabei, was man geſprochen, was ſie Neues erfah⸗ ren. Necker hörte ihr gedankenvoll zu. Die Aeußerungen Herrn von Narbonne's fanden ein Echo in ſeiner Bruſt, und er wünſchte dies Thema mit dem jungen Manne weiter zu beſprechen, weil deſſen Standpunkt ihn zu manchen An⸗ ſichten berechtigte, welcher die ganze Sache neu beleuchtete, und durch neuen Widerſpruch auch neue Einſicht verlieh.
Germaine ließ ihn jedoch nicht lange bei dieſem ernſten Thema verweilen; ſie wußte dem Geſpräche ſchnell eine hei⸗ tere Wendung zu geben, und durch tauſend Scherze und luſtige Einfälle ihren Vater zu herzlichem Lachen zu reizen. In der Zufriedenheit über ſeinen Frohſinn ſteigerte ſich ihre Laune dann noch mehr, und das Endreſultat war ihr gegenſeitiges Bemühen, ſich in witzigen Geſchichten zu über⸗ bieten.


