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Schöne nachgehe, dann ahne ich das höchſte Glück, und nenne es die Liebe.“
„Und der Gegenſtand, welcher ſie Ihnen verkörpert entgegentragen ſoll, wäre Ihrem Auge noch nicht begeg⸗ net?“ fragte Herr von Narbonne, indem ſein Blick ſich tief in den ihrigen ſenkte.
Germaine wollte ſo eben hierauf eine Antwort er⸗ theilen, als Necker aus einem Seitenpfade hervortrat, und mit einem freudigen Ah! die Geſellſchaft begrüßte. Seine Tochter hing ſich nun ſogleich an ſeinen Arm, und wartete nur ab, bis er mit Marmontel einige Worte gewechſelt, um ihm dann Herrn von Narbonne vorzuſtellen. Necker hatte nichts Verbindliches in ſeinem Weſen, und dem jun⸗ gen Adel gegenüber, deſſen Uebermuth er kannte, und deſſen herablaſſendes Weſen ihn beleidigte, warf er ſich gewöhnlich auf eine Art in die Bruſt, die ihn lächerlich machte. Der Abſtand ſeines Benehmens zu dem der Cavaliere des Hofes, trat dadurch deſto greller an das Licht. Auch heute nahm er daher bei der Nennung des Namens Narbonne ſogleich eine Miene an, die dem Andern andeuten ſollte, daß er einer Autorität gegenüberſtehe, vor der er ſich beugen müſſe. Herr von Narbonne wurde dadurch nicht abgeſchreckt. Er kannte Necker dem Rufe nach hinlänglich, und war durch Condorcet vollkommen mit deſſen Eigenthümlichkeiten ver⸗ traut, es war ihm daher, bei ſeiner Gewandtheit, ein


