Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Leider wird nichts leichter ſein, ſagte Germaine, plötzlich in einen Ton des Scherzes überſpringend;denn ich bewahre meine Geheimniſſe ſchlecht. Es iſt meine Natur, Alles auszuplaudern.

Der kleine Gott verbietet das jedochz; wo er redet, werden Sie ſchweigen müſſen! Er hält den Finger auf den Mund.

Den Zwang laſſe ich mir nicht gefallen, dazu iſt zu viel Freiheitstrieb in mir! ſagte ſie lachend.

Ach! Dann mißverſtehen Sie die politiſche Freiheit, wie die Meiſten. Die freie Verfaſſung fordert die größte Sſtheſettichi des Individuums. Macht man ſelbſt die Geſetze, ſo darf man ſie auch ſelbſt am wenigſten über⸗ treten! Wer nicht gehorchen kann, wer ein Geſetz umgehen will, paßt nicht in eine freie Staatsverfaſſung.

So bin ich gleich verbannt; denn ich bin ich; daß ich es nur geſtehe. Es iſt mir ſchrecklich, zu müſſen und zu ſollen.

Es wird ein Meiſter kommen, der Sie auch darin unterweiſt. Oder kennen Sie ihn ſch on?

Durch die Dichtkunſt, freilich! ſagte Germaine ſcherzend.Wenn ich auf den Spitzen des Lebens wandele und der betei Empfindung für alles Gute und

* G'est ma nature ainsi ihre ſtehende Rede.