Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ein fröhliches Kind des Augenblickes. Ich habe zu viel Ernſt in meiner Seele und thue dabei ſtets, was mich im nächſten Augenblicke reut.

Die letzten Worte hatte ſie ſo leiſe vor ſich hin ge⸗ ſprochen, daß ſie dem Ohre ihres Nachbars unverſtändlich waren.

Sie reden mit den Wolken des Himmels, ſagte Herr von Narbonne ſcherzhaft,die Ihnen freilich nicht widerſprechen können, und vergeſſen darüber einen Sohn der Erde, welcher nach Worten von Ihren Lippen geizt!

Verzeihen Sie mir! verſetzte Germaine, ihre Zer⸗ ſtreuung gewahrend,ich bin ſo einſam aufgewachſen, habe keine Jugendgefährten gehabt, bin auch noch ſo viel allein, daß ich mich daran gewöhnen mußte, meine Gedanken vor mir ſelbſt auszuſprechen, und dem Klange meiner eigenen Worte zu lauſchen. Ich denke ſehr lebhaft, und hege ein großes Bedürfniß nach Mittheilung.

Wobei man gewinnen könnte, wenn Sie ein menſch⸗ liches Ohr den Elementen vorziehen wollten.

Sie ſpotten, Herr von Narbonne, und, was ſchlim⸗ mer iſt, ich fühle, daß ich dieſen Spott verdiene.

Man wird, ohne eine Indiscretion zu begehen, auf dieſe Weiſe in den geheimſten Falten ihres Herzens leſen können, verſetzte der junge Mann ſchalkhaft.