Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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man hier kein warnendes Zeichen, ſo hofft und wünſcht man fort und fort, und ſpielt mit der Gefahr, bis ſie, rieſengroß über den Häuptern emporgewachſen, verſchlingen wird, was ſich ihr entgegenzuſtellen wagt. Wir rufen ſelbſt das Schickſal auf uns herab.

So ſind wir einverſtanden! verſetzte Narbonne, der, während ſie geſprochen, das Auge nicht von dieſem wahrhaft geiſtig durchglühten Angeſicht abgewendet. Wenn ich behaupte, es gäbe genug republikaniſchen Geiſt in Frankreich, ſo meine ich damit eine Geſinnung, wie Sie und ich ſie hegen, Fräulein Necker, ein Wunſch nach Re⸗ form, nach Inſtitutionen, welche das Volk ermächtigen, an der Regierung Theil zu nehmen, und die Hand des Hauptes zu binden, wenn ſie nach Laune den Lebensfaden abſchnei⸗ den und über das Geſchick von Millionen gedankenlos ent⸗ ſcheiden will. Um dieſem Ziele zuzuſtreben, braucht man nicht in Amerika zu kämpfen, um Anderen jene Berechti⸗ gungen zu gewinnen, die wir für uns ſelbſt zuerſt gewinnen ſollten. Iſt das nicht Ihre Anſicht auch?

Er ſah ſie fragend an. Statt aller Antwort rannen langſam zwei große Thränen über ihre Wangen. Das Sie und Ich in ſeiner Rede hatte eine wunderbare Wir⸗ kung auf ſie hervorgebracht. Die Theilnahme für die Be⸗ ſtrebungen der Völker nach freieren Geſetzen, die er in ihr ſuchte, hegte ſie wirklich, ihre Anſichten darüber waren