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brauchen.“ Das Vaterland bedarf wahrlich unſerer beſten Kräfte, um ſich aus ſeinem Verfall zu erheben! Was Ihr Herr Vater in dem Bezug für uns gethan, Fräulein Necker, iſt weit dankenswerther, als alles Kämpfen in der andern Hemiſphäre, womit ein Lafayette, Ségur und Montmo⸗
rench uns blenden wollen; doch ohne uns zu nützen.“ „Ich weiß nicht, Herr von Narbonne, ob ich dieſe Anſicht unterſchreiben darf,“ nahm Germaine das Wort, während ihr Auge, dem eigenen Gedankenfluge folgend, ihre Umgebung vergaß und begeiſtert erglühte.„Die Ge⸗ ſchichte hat kein Beiſpiel aufzuweiſen, daß die Unterthanen eines unumſchränkten Monarchen einen Freiheitskampf mitmachen durften und dafür in der Heimath als Helden betrachtet wurden, welche man nicht genug bewundern konnte. Dieſe Eigenthümlichkeit giebt viel zu denken. Sie verräth den ſchlummernden Geiſt, der, dem Erwachen nahe, was er jetzt unbewußt geäußert, einſt grundſätzlich vollbringen kann!— Liefe man nicht blind der Zukunft entgegen, ſo würde man dieſe Helden, als Verräther an einem Prinzip, das die Baſis monarchiſcher Staaten aus⸗ macht, geköpft haben. Aber man ſieht den Abgrund nicht, an dem man wandelt.— Wie die Bewohner Trojas dem Worte Laakvon's ihr Ohr verſchloſſen, ſo auch beachtet
* Narbonne's eigene Worte.


