Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Dann, fürchte ich, werden Sie mich doppelt beredt finden, erwiederte Herr von Narbonne mit feinem Lächeln, denn auch die Tochter des berühmten Necker iſt mir ſchon lange nicht mehr unbekannt, trotzdem daß ich nie ſo glück lich war ihr zu begegnen.

Germaine ſah den jungen Mann überraſcht an. Die Gewandtheit ſeiner Antwort, gepaart mit jener leichten, ſichern Art des Ausdrucks, die der Verkehr der großen Welt verleiht, ſtach merklich ab gegen das ſteife, pedantiſche Benehmen, welches im Hauſe ihrer Eltern eingeführt war. Sie fühlte ſich höchſt angenehm davon berührt und wünſchte ſehnlichſt in den Ton mit einzuſtimmen.

Wir beſitzen einen gemeinſchaftlichen Bekannten, welcher mir Ihren Namen oft genannt hat, nahm ſie das Wort.

Sie meinen Condorcet? den Freiheitsſchwärmer. Er wird nicht freigebig in meinem Lobe geweſen ſein; denn er war urzufrieden, daß ich nicht mit ging nach Amerika, als die Blüthe unſeres Adels dahin auswanderte, um für eine Freiheit zu kämpfen, welche uns wenig kümmerte.

Wenn nicht die Sache, doch die Idee, fiel Mar⸗ montel ein.

Für dieſe konnte ich auch hier mich ſchön erwär⸗ men, denn es herrſcht in Frankreich ſo viel republi⸗ kaniſcher Geiſt, daß wir ihn auswärts nicht zu ſuchen