„Dido heißt ſie.“
„Ein viel verſprechender Titel. Und wie bald dürfte ſich der Herr Marſchall ſchmeicheln, von Ihnen über deren Vollendung zu hören?“
„Sagen Sie ihm, bitte, daß ich es überlegen wolle, und ihm nächſtens perſönlich darüber Bericht erſtatten würde. Verſichern Sie ihm außerdem meine Ergebenheit und mein aufrichtiges Vergnügen, ihm dienen zu können.“
„So wäre mein Auftrag befriedigend ausgerichtet, und ich darf froh ſein, daß mir eine ſo günſtige Antwort zu überbringen bleibt,“ verſetzte Herr von Narbonne ver⸗ bindlich.„Mein guter Stern ſcheint mich überhaupt ge⸗ führt zu haben; denn, was ich lange ſchon erſehnte, mich der Familie Necker vorſtellen zu dürfen, iſt hier wenigſtens theilweiſe in Erfüllung gegangen. Geſtatten Sie mir, mein Fräulein, Ihnen ausſprechen zu dürfen, wie ſehr ich Fhren Herrn Vater verehre und bewundere, und ſtolz ſein werde, ihm perſönlich meinen Reſpect bezeugen zu dürfen.“
Nach dieſer Anrede erhob Germaine ihr dunkles Auge von Neuem, während ein Strahl der Freude über ihr Antlitz glitt, der es ſonnenhell verklärte.
„Sie erfreuen mich, indem Sie meinen Vater ehren,“ erwiederte ſie dann.„Jedes Wort des Lobes, das Sie ihm ſpenden, fällt auf mein Herz.“


