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ras,“ begann Herr von Narbonne wieder,„um Sie in ſeinem Namen zu erſuchen, Herr Marmontel, ihm mit einer neuen Arbeit von Ihnen zu dienen. Er wünſcht dieſe in Fontainebleau aufzuführen, während der Anweſenheit des Großfürſten von Rußland. Außerdem möchte er un⸗ ſere Königin ſehr gern durch eine neue Oper überraſchen, deren Entſtehung ihr ein Geheimniß wäre; und, ſoll es ihr Freude gewähren, ſo muß es ein Werk von Ihnen ſein. Darf ich der Ueberbringer einer gewährenden Antwort werden?“
„Es wird mir natürlich zum beſondern Vergnügen gereichen, dem Wunſche des Herrn Marſchalls zu entſpre⸗ chen, doch weiß ich freilich noch nicht, wie bald mir das möglich ſein wird,“ ſagte Marmontel, ſich höflich verbeu⸗ gend.„Ich arbeite jetzt noch an einer neuen Oper gemein⸗ ſchaftlich mit Piccini, der darum auch hier draußen bei mir wohnt; wenn wir damit fertig ſind, werde ich dem Herrn Marſchall unſere Arbeit vorlegen. Wir erwarten viel Gutes davon; aber man kann ſich tänſchen. Der Meiſter überſchätzt gar leicht ſein Werk.“
„Das wird bei Ihnen eine Sache der Unmöglichkeit ſein,“ erwiederte Narbonne mit jener verbindlichen Höflich⸗ keit, wie ſie der gute Ton der damaligen Zeit erforderte. „Darf ich den Namen erfahren, welchen dieſe Oper führen wird?“


