Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ſcheidenen Behauſung? Darf ich fragen, was mir das Glück verſchafft, Sie in dieſer ländlichen Einſamkeit zu ſehen?

Ich habe leider mit Abſicht die Ruhe Ihres Tuscu⸗ lum unterbrechen müſſen, verſetzte der Angeredete, indem er ſich vor den Damen verbeugte, und dann einen Blick auf Marmontel warf, welcher die ſtumme Aufforderung enthielt, ihn vorzuſtellen.

Meine Gattin! ſagte dieſer,und Fräulein Necker, welche, als Nachbarin, uns mit ihrem Beſuche erfreut hat. Herr von Narbonne! fügte er dann hinzu,Ehrencava⸗ lier der Prinzeſſin Adelalde und Oberſt beim Regimente Piemont. Bitte, nehmen Sie Platz!

Der junge Mann hatte bei Nennung des Namens Necker einen forſchenden Blick auf die Trägerin deſſelben geworfen, der dieſer nicht entgangen war. Sie auch konnte ihre Ueberraſchung nicht verbergen, hier dieſem jungen Edelmanne ſo unerwartet zu begegnen, der wegen ſeiner Schönheit, ſeines Geiſtes, ſeiner Kenntniſſe und ſeines ge⸗ winnenden Benehmens, in der Hauptſtadt mit Auszeich⸗ nung genannt wurde. Forſchend ließ auch ſie ihr dunkles, leuchtendes Auge auf ihm ruhen, als ihr Blick dem ſeinigen begegnete und ſich davor zur Erde ſenkte, während Purpur⸗ glut ihre Wangen bedeckte.

Ich komme im Auftrage des Marſchalls von Du⸗