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ſetzte ihn dem Dichter auf das Haupt und brach dann in ein lautes Gelächter aus.
Marmontel ging auf den Scherz ein und machte ihr eine zierliche Verbeugung.
„Aber, was ſeh' ich!“ rief Germaine jetzt plötzlich. „Dieſe Knöpfe an Ihrer Weſte, jeder ſo groß wie ein Laub⸗ thaler, ſind ja prächtig! Laſſen Sie mich ſie näher betrach⸗ ten! Wahrhaftig, die Metamorphoſen des Ovid! Oeffent⸗ lich wagen Sie dieſe zur Schau zu tragen, unter der Re⸗ gierung eines ſo tugendhaften Königs, wie Ludwig XVI., während Rom den Dichter deshalb aus ſeinen Mauern verwies?— Geſetz und Recht, ſeid ihr denn bloße Na⸗ men?— Und Sie, mein ehrbarer Dichter, warum auch wählten Sie die lockern Gebilde, wo Andere die römiſchen Kaiſer auf ihren Knöpfen tragen, und ihren Kindern poli⸗ tiſche Geſchichte an dieſem ſchönen Metall mit Fingern ab⸗ zählen laſſen. Da Sie die Mode einmal mitmachen woll⸗ ten, ſo hätte ich, an Ihrer Stelle, noch einen kleinen, geheimen, pädagogiſchen Nutzen damit verbunden.“
„Ein Dichter darf nicht praktiſch ſein,“ rief Mar⸗ montel lachend.„Wir müſſen unſern Kopf ja täglich zu verlieren wiſſen, wie ſollte er da endlich noch recht feſt ſtehen. Sagen Sie mir nun aber, wenn ich bitten darf, welchen Vortheil der babyloniſche Thurm auf Ihrem Kopfe, außer ſeiner Höhe, noch gewährt?“


