Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Hofmann nicht, das ſchadet ſeiner Schminke. Dann dAlembert, die gute, treue Seele, welche immer noch Thrä⸗ nen vergießt um ſeine Eſpinaſſe, mit ihm darf man nur weinen, denn ſeine Wünſche ziehen ihn ihr nach in's Grab, in's ſtille, kühle Grab. Diderot iſt lange ſchon unheil⸗ bar krank. Thomas, die treue Seele, iſt viel zu gut für dieſe Erde, er ſchreibt nur noch Leichenreden, er richtet nur die Todten, ſitzt, wie ein Gott der Unterwelt, ernſt, ſteif und ſtumm vor meiner Mutter, und ſpricht von Zeit zu Zeit: die Tugend iſt doch ſchön; denn Sie ſind Ihre Prieſterin.

Germaine, Germaine! rief Madame Marmontel, vorwurfsvoll den Kopf wiegend, aber dennoch herzlich lachend über die ausgelaſſene Laune des Mädchens.

Dann bleibt noch Raynal, fuhr dieſe fort, ohne ſich durch die Mahnung ſtören zu laſſen.Er iſt ein neuer Chriſtus, ein Prediger der Wüſte; der aber nicht aufbauen, der nur umſtürzen will. Was iſt, iſt ſchlecht, und wie es beſſer werden ſolle, dazu zuckt er die Achſeln. Mit dieſer Lehre kann ich mich nicht befaſſen. Ich will genießen, glücklich ſein, will hoffen, wünſchen, mit der Menſchheit ſtreben, und das kann nur die Jugend thun; denn ſie hat eine Zukunft, kann die Saat noch reifen ſehen und ſtreut ſie darum muthig in die Erde.

Sie müſſen ſich verheirathen, rief Madame Mar⸗