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weiſe ſuchte und ihn vor ſeinen beiden Hausfreunden, Thomas und Rahnal, ſo beſonders auszeichnete.
Es war ein heller, ſonniger Tag, als Germaine, ge⸗ folgt von einem Diener, den Weg nach Saint Brice an⸗ trat. Die Vögel ſangen ſo luſtig, die Flur war ſo grün, der Himmel ſo blau, die ganze Natur lachte ſie an, ſo daß ſie ſelbſt in die heiterſte Stimmung gerieth und mitlachen mußte.
Madame Marmontel ſaß vor der Thüre ihres Häuschens und hielt ihr jüngſtes Kind auf ihren Knieen, während ein zweites zu ihren Füßen im Graſe ſpielte. Sie umarmte Germaine herzlich und bot ihr einen Stuhl neben ſich an; dieſe aber, Hut und Shawl von ſich wer⸗ fend, ſetzte ſich zu dem Kinde auf den Raſen und ſchäkerte und lachte mit dem kleinen Weſen, als wäre ſie ſelbſt noch ein Kind.
„Sie erhitzen ſich,“ rief Madame Marmontel ihr zu. „Sie ſind ſchon ganz dunkelroth, liebe Germaine. Kom⸗ men Sie! Laſſen Sie den Kleinen und ruhen ſich aus.“
„Stören Sie mich nicht, ich muß mich austoben,“ erwiederte ſie lachend.„Sie wiſſen nicht, wie ſchwer das ruhige Leben bei uns auf mir laſtet. Ich brauche Bewe⸗ gung, Aufregung, ich muß etwas erleben, um mich wohl zu fühlen. Es iſt jetzt alles ſtumm und ſtill um mich. So lange mein Vater Frankreich regierte, hatte ich ſo viel zu 1*


