Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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waren die Urſache, weshalb ſie ſeine Geſellſchaft vorzugs⸗

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jungen Mädchen wenig mehr zu bieten, als ſeinen. rühmten Namen, und dieſer, vereint mit einem Aufenthalte in Paris, beſtach ohne Zweifel die jugendliche Einbildungs⸗ kraft. So wurde ſie denn ſeine Gattin.

Die Kränklichkeit ihres Kindes hatte ſie jetzt bewogen einen Landaufenthalt zu wählen, und in ihrer ſtillen Häus⸗ lichkeit war es ihr ein Gewinn, wenn ihre junge Nachbarin ſie überraſchte, und aus dem reichen Füllhorn ihres Geiſtes neues Leben um ſie ſchuf. Auch Marmontel hatte Ger⸗ maine gern. So wenig ſympathetiſch ihm ihr Vater war, vielleicht nur darum, weil das ernſte Streben ſeines Lebens die Aufgaben des Dichters wie ein niedliches Kinderſpiel betrachtete und demgemäß darauf herablächelte, eine Huld, die Marmontel am wenigſten verzieh; ſo ſehr ſchätzte er dagegen deſſen Gattin. Madame Necker bewies ſich ſtets rückſichtsvoll gegen die Gäſte ihres Hauſes, und vor Allem hütete ſie ſich, deren kleine Eitelkeit zu verletzen, ein Punkt, an dem ſowohl die Freundſchaft wie die Feindſchaft weit häufiger ſcheitert, wie man glauben möchte.

Germaine war unter ſeinen Augen aufgewachſen, er liebte ſie wie eine Tochter, und ſah ihr jede Unbeſonnen⸗ heit, auch wo ſie ſich an ihm perſönlich verging, gern nach. Sie ſtanden auf dem vertraulichſten Fuße mit einander und die Scherze, welche ſie ſich gegen ihn erlauben durfte,