Teil eines Werkes 
3. Bd. (1859)
Entstehung
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Gott wird Sie uns noch lange erhalten; denn er weiß, wie wenig wir Sie entbehren können, erwiederte Chateaubriand.

Ah! My dear Francis! Es wäre hart, mit einem ſolchen Schatz von Liebe in ſeinem Herzen aus dem Leben ſcheiden zu müſſen. Ich möchte nicht von Albertine ge⸗ trennt ſein; weder hier noch dort. Ah! Eine Tochter! Sie begreifen nicht, wie man an einer Tochter hängt, theurer Francis!

Denken Sie an die Möglichkeit einer Gefahr? fragte er, wie verwundert.In Ihrem Alter? Bei Ihrer Geſundheit?

Warum nicht? Mon pére m'attend sur l'autre bord. So oft ich an Gott denke, kann ich den Gedanken an meinen Vater nicht davon trennen. Ich habe Schlegel gebeten, Alles was ich darüber empfinde, niederzuſchreiben. Man kann nicht wiſſen, was ſich ereignet. Ich ſuche mir den Uebergang vom Leben zum Tode vorzuſtellen, und bin überzeugt, daß die Güte Gottes ihn uns erleichtert. Unſere Ideen verwirren ſich, unſere Schmerzen hören auf; und wir ſind nicht mehr. So ſtelle ich mir es vor! Mit einem letzten Gedanken an Alle, die wir lieben, ſind wir auch ſchon dort! Iſt dem nicht ſo?

Denken wir daran nicht, ſagte Chateaubriand be⸗