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in der Rue Royale, in einem prächtigen Hotel, mit einer glänzenden Einrichtung; der ſie kaum noch froh werden
ſollte. Benjamin Conſtant fand ſie nicht mehr dort. Nach⸗ dem er, im Namen der Kammer, ſich des ſeiner unwürdigen Auftrages entledigt, die Gnade der fremden Mächte anzu⸗ flehen, war er, um ſeiner eigenen Beſchämung zu entflie⸗ hen, nach England gegangen, wo er ſeinen Roman Adolph und ſeine Memoiren der Hundert Tage herausgab.— Armer Conſtant! Er war ein Spielwerk der Umſtände geworden und hatte den Glauben an ſich ſelbſt eingebüßt. Niedergedrückt durch die Ausſicht, daß er wahrſcheinlich nie mehr den Boden Frankreichs betreten würde, verſuchte er eine Rechtfertigung ſeines Thuns zu ſchreiben, und dieſe, nebſt der Protection von Decazes, verſchafften ihm endlich die Erlaubniß zur Rückkehr nach Paris.
Frau von Stasl beklagte ihn; dieſem Bedauern miſchte ſich aber auch ein Gefühl des Unwillens bei; ſie erkannte, wie ſehr ſie ſich in ihm getäuſcht, wie wenig er die Tugenden beſeſſen, mit denen ihre Einbildungskraft ihn geſchmückt, daß ſie aus ihm gemacht, was ſie aus ihm zu machen gewünſcht, und nun, ſeit er das von ihr gelie⸗ hene Kleid abgeſtreift, ſtand der gehaltloſe, ſchwankende Mann in ſeiner ganzen Schwäche ihr gegenüber.
Ihr graute, wenn ſie es ſich ausmalte, wie jede Zu⸗


