Teil eines Werkes 
3. Bd. (1859)
Entstehung
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mit dem er ſich vor Madame Récamier geſchmückt, war Selbſttäuſchung geweſen, der Gefahr gegenüber zitterte er feig und eilte, um ſein bedrohtes Leben zu ſichern, zu dem amerikaniſchen Geſandten, Mr. Crawford, ihn um eine Zu⸗ fluchtsſtätte anzuflehen. Dieſer verhalf ihm zur Flucht, aber kaum über die Thore von Paris hinaus, ergriff ihn die Reue, er mußte den Gegenſtand ſeiner Leidenſchaft wiederſehen, er konnte die Entfernung von ihr nicht ertra⸗ gen und kehrte in ſein Verſteck zurück.

Hier fand ihn der General Sebaſtiani auf und über⸗ redete ihn, ſeine Unterſtützung der neuen Regierung zu leihen, und Benjamin Conſtant war ſchwach genug, die Stelle eines Staatsraths von Napoleon anzunehmen.

Was half es ihm, daß er gleich darauf dieſen Schritt bereute? Er hatte ihn vor der Welt gethan, er konnte ihn nicht zurück nehmen, er ſchämte ſich, Frau von Stasl zu begegnen, er ſchämte ſich, Madame Récamier in das Auge zu blicken, wie ein Wurm nagte dieſer Vorwurf an ſeinem Leben, Vergeſſenheit zu finden ergab er ſich dem Spiele.