Teil eines Werkes 
3. Bd. (1859)
Entstehung
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Sie verſtummte vor ſolchem Worte. Wie ſehr ſie auch Napoleon haßte, ſo konnte ſie die einfältige Anſicht nicht theilen, daß eine Armee, welche er ſiegreich in ſo vie⸗ len Schlachten geführt, den Ruhm dieſer Jahre vergeſſe, und ſich plötzlich für das Prinzip der Legitimität begeiſtere.

Eben ſo wenig glaubte ſie an die Möglichkeit eines conſtitutionellen Königthums und lächelte der Verſuche Napoleon's, als er damit Paris zu täuſchen bemüht war.

Quiconque est loup, agisse en loup,

G'est le plus certain de beaucoup, ſagte ſie kopfſchüttelnd, als man ihr den Vorſchlag machte, jetzt zu ſeiner Partei überzugehen. Wer ihm dienen wollte, ſolle ihm ſein Schwert leihen, war ihr Rath, um die fremden Armeen von den Grenzen des Vaterlandes entfernt zu halten und ſich durch dieſen Patriotismus die Achtung Europas wieder zu gewinnen.

Sie dachte zu groß, um auch jetzt einem perſönlichen Intereſſe Raum zu geben und blickte mit Verachtung auf die Männer, welche wankend und ſchwankend, bald einem Bourbon, bald einem Napoleon dienten.

Auch Benjamin Conſtant ſollte es zu ſeinem Leid⸗ weſen erfahren, wie wenig er der Leitung dieſer Frau ent⸗ behren konnte. Als es nun endlich hieß, Napoleon ſei in Paris angekommen, da ergriff ihn ein paniſcher Schrecken, er dachte nur noch an ſeine perſönliche Sicherheit; der Muth,