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im Voraus in der Erwartung, unterſtützt von ihrer glühen⸗ den Phantaſie.
Drei Tage vergingen in der peinlichſten Sorge. End⸗ lich, am 9. März, ging das Gerücht, der Telegraph von Lyon habe keine Nachricht gebracht, weil eine Wolke ihn verdunkelt; ſie begriff leicht, woraus dieſe Wolke beſtanden. Sie zitterte.— Sollte ſie vor der Gefahr entfliehen?
Denſelben Abend begab ſie ſich nach den Tuilerien, um Ludwig XVIII. ihre Aufwartung zu machen. Sie fand ihn ſcheinbar heiter und gefaßt, doch entging ihr die Sorge nicht, welche ſich hinter der ruhigen Miene verſteckte.
An den Wänden der Tuilerien prangten noch die Adler Napoleon's, ſie hatten ihm zu manchem Siege vor⸗ geleuchtet und ihre Ahnung ſagte ihr, daß ſie ihm noch nicht treulos geworden.
Sie fuhr von dort in eine Geſellſchaft, um zu hören, was man im übrigen Paris erwarte, fürchte, hoffe. Hier gab man ſich ſcheinbar der heiterſten Unterhaltung hin und belächelte ihre Angſt. Eine der Damen ſagte ſpöttiſch zu ihr:
Quoi! Madame, pouvez-vous craindre que les Frangais ne se battent pas pour leur roi légitime, contre un usurpateur?“
* Wie, Madame, können Sie fürchten, daß die Franzoſen ſich nicht für ihren legitimen König gegen einen Uſurpator ſtreiten werden.


