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verfehlt ihr Leben durch ihre Sehnſucht nach Ruhm und Auszeichnung war, wodurch ſie das ſtille Glück nicht zu erſetzen vermochte, das die Frau in der Familie finden ſoll. So vft ſie auf ihre Mutter blickte, hob ein Seufzer ihre Bruſt; denn eine ſolche Liebe zu empfinden und erwiedert zu ſehen, wie ſie ſie für ihren Gatten hegte, mußte ihr eine ſtets unerfüllte Hoffnung bleiben.— Selbſt ihre Kinder konnten ihr nicht die Freude gewähren, welche eine Mutter empfindet, die in dieſen theuren Gegenſtänden die Aehn⸗ lichkeit mit dem geliebten Gatten ſucht, und ſie mit doppelter Wärme an ihre Bruſt drückt, weil ſie ihm gehören. Sie durfte dieſe ſtolze Befriedigung nie empfinden, nie erwarten, durch Verhältniſſe beglückt zu werden, an die ſich nicht der höchſte Maßſtab legen ließ.
Die Geſundheit von Madame Necker wurde indeſſen immer beunruhigender, und die Aerzte gaben endlich wenig Hoffnung für ihre Geneſung. Durch ihren feſten, religiöſen Glauben geſtärkt, ſah ſie ihrem Tode muthig entgegen und ſchloß mit heiterer Miene ihr Auge.
Dieſes ſtille Krankenbette, dieſes ſtille Scheiden, wirkte nicht günſtig auf Frau von Stasl, die keine Empfindung in ſich verſchließen, nichts in ſich durchzukämpfen ver⸗ mochte.— Ein Schmerz, den ſie nicht laut äußern durfte, verurſachte ihr phyſiſches Unbehagen.
Necker war tief gebeugt durch den Verluſt einer Gattin,


