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die er ſo hoch ſchätzte, ſo innig liebte, und lange und ſchmerzlich betrauerte er ſie. Frau von Stasl wünſchte aufrichtig ihm Erſatz für dieſe Lücke zu bieten, und ſich ihm jetzt doppelt anzuſchließen; zugleich aber erkannte ſie die Unmöglichkeit, in die Fußſtapfen ihrer Mutter zu treten, und fühlte nun erſt deren hohen Werth.— Ihr Auge war auf Paris gerichtet, dort weilte ſie mit ihren Gedanken, während ſie an der Seite ihres Vaters wandelte, und mit unruhiger Sehnſucht jedem kommenden Tage entgegenſah, mit der Hoffnung auf ein Etwas, dem ſie keinen Namen zu geben wußte.
Herr von Staöl war abermals in Paris als Geſandter accreditirt worden. Zwei Monate nach dem Tode Ludwig's XVI. traf er dort ein, der einzige Geſandte einer fremden Macht, welcher in dieſer Schreckenszeit Frankreich betrat.
Beſorgt für ſeine Sicherheit, opferte er gleich bei ſeiner Ankunft den Armen des Diſtrikts 3000 Franken; dennoch blieb der Boden unter ſeinen Füßen unſicher, und ſo gern er ſeinen Aufenthalt verlängert, und Frau von Staöl zu ſich berufen hätte, ſo ſiegte doch das Bedenken ſeiner perſönlichen Sicherheit, und nach wenigen Wochen wandte er Frankreich eilig den Rücken. Erſt nach dem Sturze Robespierre's wagte er auf ſeinen Geſandtſchafts⸗ poſten zurück zu kehren.


