Teil eines Werkes 
3. Bd. (1859)
Entstehung
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rächte nie eine Beleidigung, ließ nie einen Unglücklichen darum leiden, weil er ihr in ſeinen glücklichen Tagen weh gethan. Wer litt, für den ſprach ſogleich ihr Herz, und jede andere Empfindung mußte ſchweigen.

So wenig Narbonne durch ſeine Schrift den König rettete, ſo wenig förderte Frau von Stasl durch die ihrige die Losſprechung Marie Antoinetten's und beide mußten auf dem Richtplatze bluten. Als dieſe Nachricht nach Coppet gelangte, trauerte die Familie Necker ſo wahr und n aufrichtig, als ob ihnen theure Angehörige entriſſen worden. Sobald der Geſundheitszuſtand es Frau von Stasl ge⸗ r ſtattete, unternahm ſie im Frühling 1793 ſelbſt einen Ausflug t⸗ nach England und verſuchte ihren Einfluß auf Pitt und Fox e geltend zu machen; aber mit eben ſo geringem Erfolge.

Ihre Mutterpflicht rief ſie wieder nach Coppet zu⸗ F rück. Von nun an füllte ſich die Schweiz mehr und mehr mit Flüchtigen aller Farben, ſo, daß ihre Einſamkeit ihr t, durch das gemeinſame Leid weniger fühlbar ward. Doch e, blieb es immer Leid, womit man ſich trug. Die Tage der h Hoffnung, der Freude waren dahin, mit düſterm Blicke te ſchaute man in die Zukunft, und ſelbſt der Gedanke eines u endlichen Sieges der Freiheit hatte ſeinen Reiz verloren, e ſeit der Weg dazu mit Blut gedüngt war. n Selbſt wenn ſich jetzt ein befreundeter Kreis zuſammen⸗

fand, ſo konnte man nicht mehr heiter ſein, wie ehemals,