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war, ſo blieb doch ſo manches jetzt zu berichtigen und zu fragen, ſo viele Lebensſchickſale hatten eine ſo plötzliche Wendung genommen, daß es in den erſten Tagen nur Fragen von ſeiner Seite gab, deren Beantwortung ſeiner Tochter nicht minder wichtig waren.
Frau von Staöl hatte Paris in großer Aufregung verlaſſen, und die Nachrichten, welche ſie ſeitdem von dort⸗ her erhielt, die traurige und ungewiſſe Lage ihrer nächſten Freunde, ließen ſie auch jetzt noch zu keiner Gemüthsruhe kommen.
Ein längeres Unwohlſein, die Geburt ihres Kindes, trugen dann vielfach dazu bei, den Sturm in ihrem Innern zu beſchwichtigen und eine gewiſſe Reſignativn herauf zu beſchwören, welche, nach ſo langer fieberhafter Aufregung, faſt unheimlich auf ſie wirkte.
Der Winter hatte ſich eingeſtellt. Schnee deckte die Berge. Mit troſtloſem Blicke maß ihr Auge die kalte Landſchaft, welche ſich wie Eis auf ihr Herz legte, und ihre Seele mit jenem Ennui erfüllte, von dem ſie ermattet die Flügel hängen ließ.
Ihre Hoffnungen für Frankreich waren zertrümmert, Thränen entſtürzten ihren Augen, ſo oft ſie daran zurück⸗ dachte, was ſie erwartet und was ſie verloren. Jene Con⸗ ſtitution, für die ſie geſchwärmt, was war ſie nun?— Ihre Freunde, deren Ruhm ſie getheilt, lebten im Elend;


