Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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und jede Annehmlichkeit des Luxus und des Reichthums ihr gewährt wurde; demungeachtet fühlte ſie das Opfer, welches das Gebundene ihrer Lage ihr abnöthigte, und ſeufzte nach dem bunten Leben der Hauptſtadt. Wer ſie in ihrer Einſamkeit aufſuchte und mit Neuigkeiten aus der Reſidenz unterhielt, war ihr daher doppelt willkommen.

Ein Kammerdiener, gekleidet nach der Mode damaliger Zeit, mit friſirtem Haupte und weiten Spitzenmanſchetten, trat jetzt in das Zimmer und meldete, daß eine Equipage in der langen Pappelallee, die zum Schloſſe führte, ſicht⸗ bar ſei.

Sie erhob ſich, trat vor einen Pfeilerſpiegel hin und ließ einen forſchenden Blick auf ihre ſchlanke, zart geformte Geſtalt fallen. Dann ſtellte ſie ihre Harfe bei Seite und ſchickte ſich an, ihren Gäſten bis in das Vorzimmer ent⸗ gegen zu gehen.

Durch die weit geöffneten Thüren der Halle, um den Reifröcken und den auf der hohen Friſur befeſtigten Hüten Raum zu geſtatten, trat mit gemeſſenen Schritten Madame Necker, gefolgt von ihrer Tochter, ein, und ließ ſich in aller Form von ihrer Wirthin umarmen. Germaine folgte dem Beiſpiele ihrer Mutter. Dann leitete Madame de Genlis den Weg in das Bondvir zurück und alle drei nahmen Platz.

Wie liebenswürdig von Ihnen, daß Sie mich hier